Altes Ich und neues Ich – 200 Fragen

Altes Ich und neues Ich – 200 Fragen

Gerade bin ich durch Zufall auf einem alten Fragebogen gelandet, den ich mal vor 8 Jahren ausgefüllt hatte, als ich mich noch Sora Kaze nannte.

200 Fragen an Sora Kaze

Heute finde ich mich überhaupt nicht mehr darin wieder. Vielleicht in Nuancen… Ich wollte mir mal die Mühe machen und diesen Bogen erneut ausfüllen. Vielleicht bin ich in weiteren 8 Jahren ja wieder erstaunt über die Antworten.

200 Fragen an Yuri Neverrained

1. Name:
Yuri

2. Nachname:
Neverrained

3. Hast du einen Spitznamen?
Yuri, Juli

4. Alter?
28

5. Geschlecht?
Weiblich

6. Geburtstag?
7.4.1988

8. Wo wohnst du?
Im Essener Nordviertel

9. Hast du Freunde?
Ja, so einige🙂

10. Wenn ja, wie heißen sie?
Nana, Rob, Sandra, Nica, Falk, Martin… Ich will keinen vergessen, deshalb nur ein paar Wenige.

11. Warst du schon einmal verliebt?
Viel zu oft in die unmöglichsten Menschen… xD Aber meine wahre Liebe habe ich gefunden.❤

12. Welches ist deine Lieblings- Farbe?
Blau, Pink, Lila, Schwarz, Türkis… Einmal alles bitte. Dunkelbunte Regenbögen.

13. Hast du Piercings oder möchtest du welche?
Habe 11 Ohrlöcher und hätte gern Snake Bites.

14. Welches ist momentan dein Lieblings- Lied?
Nneka (Chase Rmx) – Heartbeat

15. Hast du ein Tattoo oder hättest du gern eins?
Habe 2 Tattoos und hätte gern noch mehr.
2 Füchse im Dekolltée und ein Stern hinter´m Ohr habe ich. Mein Rücken soll eine vercyberte Wirbersäule werden, die hinter zerfetzter Haut zum Vorschein kommt und von einem Piercinkorsett zusammengezogen wird. Darüber mein Lieblings-Gargoyle als Bewacher. Und die Füchse bräuchten ein Cover Up, weil sie scheiße gestochen sind.

17. Wo kaufst du am meisten ein?
Fast ausschließlich Online. Reguläre Einkäufe tätigen die Jungs.
Amazon, eBay, Wir machen Druck, Hong Kong Importe, Rebuy, Kleiderkreisel…

18. Was hast du für eine Haarfarbe?
Natur: Rotblond
Aktuell: Türkis/Blau/Grün-Verlauf mit neongrünem Sidecut.

19. Was hast du für eine Augenfarbe?
Graublau, wenn ich wütend werde manchmal auch Grün

20. Wie groß bist du?
171 cm

21. Was trinkst du gern?
Ohne Alk:Arizona Eistee, Mangosaft, Kokossaft, Malzbier
Mit Alk: Cocktails, Gin, Whiskey, Bowle, Weißwein

22. Rauchst du?
Ja

23. Wenn ja welche Marke?
Gauloises Blau

24. Welche Art von Musik magst du?
Elektro-Grufti-Punk-Rock. EInmal alles bitte!

25. Wer sind deine besten Freunde?
Siehe Frage 10

26. Wer sind deine besten Online-Freunde?
Gibt viele Leute, mit denen ich hauptsächlich online Kontakt habe. KP, wie ich da ´ne Hierarchie reinbringen soll. Bekomme 20-50 private Nachrichten am Tag.

27. Wenn du ein Mädchen bist, welche art von Make-up benutzt du?
Aktuell tatsächlich nur ganz selten überhaut etwas. Ansonsten alle Paletten rauf und runter je nach Stimmung und Thema.

28. Welches Shampoo benutzt du?
Am liebsten Nivea oder Herbal Essences und dazu Fructis Schadenlöscher Haarkur

29. Sind deine Haare kurz oder lang?
Linke Seite schulterlang, rechte Seite kurz

30. Magst du Shopping?
Ich mag Trockenshoppen im Netz. Den Einkaufswagen vollpacken und dann schnell die Seite verlassen. xD Draußen shoppen kommt für mich nicht in Frage. Menschen… Bäh!

31. Welche Sportarten machst du?
Hatte mit Rollerderby angefangen und musste leider aufhören…😦 Zählt atmen als Sport?😛 Ansonsten kicker ich sehr gerne und Denksport ist mehr so meins.

32. Was ist deine größte Angst?
Mit einer Panikstörung ist jede Angst akut immer die größte. Spiegel, Augen, Telefone, Kühlschränke, Badewannen, sozialer Druck, ÖPNV, Dunkelheit, nach draußen gehen… und Angst vor der Angst.

33. Was ist dein Lieblings- Tier?
Fledermäuse, Katzen, Füchse

34. Was machst du um Spaß zu haben?
Zeichnen, Lesen, mit Freunden quatschen, Leute im Netz volltexten

35. Wie viele Telefone hast du Zuhause?
2 zu viel. Festnetz und ´n Samsung Galaxy S4, weil ich die Kamera mag und Pokémon Go drauf läuft.🙂

36. Wie viele Fernsehgeräte hast du Zuhause?
Eins, dass allerdings nicht ans Netz angeschlossen ist. Is nur für DVDs und Playstation. Frensehen schaue ich immer noch nicht, aber streame gerne Dokus und Serien auf meinem Laptop.

37. Was ist dein Lieblings- Essen?
Käse aller Art, Sushi, Steak(blutig), Meeresfrüchte, Lidli-Lasagne

38. Siehst du aus wie eine berühmte Person?
Nein, ich bin einzigartig, denke ich.

39. Findest du dich attraktiv?
Nein, ich finde mich furchtbar hässlich.

40. Was machst du am Wochenende so?
Das selbe wie unter der Woche… Vor mich hin rotten, im Netz unterwegs sein, existieren. Ab und an mal Aufträge bearbeiten, wenn was ansteht.

41. Schläfst du auf dem Rücken, Bauch oder Seite?
Rechts-Links-Rechts im Idealfall. Habe aber starke Schlafprobleme und bin deshalb oft bis zum Morgengrauen wach.

42. Schläfst du mit einem Stofftier?
Ja, mein Dragoran habe ich jede Nacht im Arm und mein Freund mich. Manchmal legen sich die Katzen zu uns für kurze Zeit.

43. Schläfst du mit Licht an oder aus?
Aus, allerdings ist der Laptop-Bildschirm an für Lesch-Playlists, bei denen ich gut schlafen kann. Ganz dunkel geht nicht.

44. Welches ist deine Lieblings TV Serie?
Star Trek Voyager, Gargoyles, Lexx, Dr. House, Game of Thrones
Welcher ist dein Lieblings Film?
Uff, viele. Party Monster, Harry Potter, Reise ins Labyrinth, Fluch der Karibik, Waltz with Bashir, Persepolis, Sucker Punch… Gerne Animationsfilme (nicht 3D, gezeichnet oder experimantell!), Dystopien, SciFi und Fantasy

46. Welches Parfum benutzt du?
Am liebsten Lola, wenn es nich twieder leer wäre❤ Aktuell benutz ich eins von Christina Aguilera.

47. Hast du ein eigenes Telefon?
Ja 2 Telefone. Festnetz und Handy

48. Wenn ja, wie lautet deine Nummer?
Kann man herausfinden oder mich persönlich fragen, aber ran geh ich eh nicht, wenn´s klingelt. xD

49. Was ist das Verrückteste was du je getan hast?
Ich bin durch und durch irre, die Frage kann ich nicht beantworten. xD Ich trag gern Bierflaschen zwischen meinen Brüsten… Hmm… Keine Ahnung, muss ein Außenstehender beurteilen, was das Verrückteste war.

50. In was für Klamotten schläfst du?
Hauptsache was an und bequem. Schlüpper und Schlabberkleid oder langes Shirt.

51. Welche Marke haben deine Schuhe?
Habe viele von Demonia und 2 Paar New Rocks. Ansonsten kauf ich, was ich hübsch finde. Im begehbaren Schuhschrank ist jede Menge Platz.🙂

52. Welches ist dein Lieblingsgetränk?
Siehe Frage 21

53. Welche Wörter sagst du am meisten?
*mju**miau**fluff**plüsch*

54. Bist du ein ernster, lauter, schüchterner oder fröhlicher Mensch?
Ein bisschen von Allem. Ernst trifft es aktuell am ehesten, wobei ich mich bemühe um Fröhlichkeit. Die will ich mir bewahren.

55. Welches Auto hättest du gern?
Eins, dass ich gut folieren kann und am besten mit Fahrer, weil selbst werd ich wohl keinen Führerschein machen.

56. Was ist an deiner Schule besonderes?
Schulzeit… Würde sagen besonders Scheiße!

57. Bist du lustig oder seltsam?
Beides gleichermaßen :3

58. Welches ist die hässlichste Person die du kennst?
Menschen können innerlich sehr hässlich sein. Oberflächlichkeit finde ich zum Beispiel hässlich. Ein Ranking gibt´s bei mir nicht.

59. Bist du populär?
Doch schon, joa. Seitdem ich so viel rumheule nicht mehr so sehr, aber is dann halt so.

60. Was war dein peinlichstes Erlebnis?
Als Manu mich zu diesem Polizisten geschleppt hat und sagte, dass ich auf Uniformen stehe… xD Naja, vielleicht nicht das peinlichste, aber es fiel mir gerade als erstes ein.

61. Wenn du 3 Wünsche frei hättest, was würdest du dir wünschen?
Wunsch 1: Dass die Menschen lernen sich gegenseitig zu respektieren, ihre Umwelt zu achten und endlich in Harmonie leben ohne Leid und Gewalt und Krieg und Neid und Geld…
Wunsch 2: Dass ich irgendwann wieder ohne Angst leben kann und glücklich sein kann, ohne immer von der Vergangenheit eingeholt zu werden.
Wunsch 3: Mehr Antrieb und mehr Förderung… Ich würde so gern so viele Projekte umsetzen, so viele Ideen…

62. Willst du mal Heiraten?
Ja, aber nur weil ich Spaß an der Party hätte.

63. Wenn ja, wo?
Keine Ahnung

64. Betest du?
Bin weder gläubig noch getauft… aber ganz selten bete ich tatsächlich mal ganz heimlich. Gestern Nacht habe ich gebetet… eher gefleht, dass eine höhere Instanz mir die Verantwortung für mein Leben abnimmt und dafür Sorge trägt, dass ich glücklich werden kann. Aber ich bin mir darüber bewusst, dass ich es nur allein selbst in der Hand habe.

65. Ist das Glas halb leer, oder halb voll?
Wenn man gerade eingeschenkt hat, ist es halbvoll und wenn man gerade daraus getrunken hat, ist es halbleer.

66. Bist du Rechts- oder Linkshänder?
Rechts

67. Was ist dein Lieblingsspruch?
„I´m not a slave to a world, that dosen´t give a shit.“

68. Würdest du jemals jemand betrügen?
Gibt immer Situationen, in denen man das bestimmt tut. Ich würde es nicht aus böswilliger Absicht tun und vorher alle Möglichkeiten ausschöpfen einen Betrug u umgehen. Ehrlichkeit und Offenheit sind mir sehr wichtig.

69. Welcher ist dein Lieblingsname für ein Mädchen?
Sophie oder Persephone… Ich mag Klänge und tiefe Bedeutungen.

70. Welcher ist dein Lieblingsname für ein Junge?
Hab keinen Lieblingsnamen, nur Assoziationen mit anderen Persönlichkeiten, die einen identischen Namen tragen, egal welchen ich jetzt listen würde. Jack oder James vielleicht.

71. Wenn du was an dir ändern könntest, was wäre das?
Bin dabei einiges an mir zu ändern. Mit der Vergangenheit aufräumen und Ängste überwinden.

73. Welches ist dein Lieblings-FastFood-Restaurant?
Burger King, wenn es Ketten sein sollen. Den Star Diner find ich aber noch deutlich besser oder die Burger im Nord oder Sushi Restaurants (Noori und Okinii)… Aber ich glaub das war nicht gemeint mit der Frage.

74. Wen hasst du richtig?
Da gibt es schon so einige Menschen…

75. Welches sind die schrecklichsten Namen?
Modenamen

76. Hast du Geschwister?
Ja, einen Halbbruder und 2 Stiefbrüder

77. Wenn ja, wie alt sind sie und wie heißen sie?
Janis ist 21, Hendrik ist 29 und Robert ist 36

78. Hast du einen Pool?
Nein, aber vielelicht nächsten Sommer ein Planschbecken auf dem Balkon, wer weiß…😀

79. Was war das Erste was du vom anderen Geschlecht bemerkt hast?
Dass sie alle nur meinen Körper wollen…

80. Wonach bist du süchtig?
Nikotin, Internet, nach meinen Katzen und nach Harmonie

81. Magst du Schmuck?
Ja, sehr gerne! So viel Deko wie nur möglich.❤

82. Wer würdest du gern sein?
Ich bin ich. Wobei Manson und Janeway schon 2 große Vorbilder sind, aber ich möchte nicht tauschen, sondern meinen eigenen Weg gehen.

83. Wer hat es einfacher? Jungs oder Mädchen?
Keiner. Jeder hat immer individuelle Vor- und Nachteile, die einem das Leben erleichtern oder erschweren.

84. Wärst du lieber groß oder klein?
Ich hab die Mitte, damit bin ich zufrieden.

85. Tanzt du gern?
Ja! Ich kann mich in Musik richtig hineingleiten lassen und die Welt um mich herum vergessen im Rausch der Klänge.

86. Feierst du viel?
So gut wie gar nicht mehr leider. Ich würde gern wieder mehr feiern.

87. Spielst du anderen Leuten gerne Streiche?
Nein

88. Wenn ja, was war das verrückteste was du je getan hast?
Hab ich tatsächlich noch nie getan bis auf gewöhnliche Klingel- und Telefonstreiche in der Grundschule.

89. Welches ist dein liebstes Schulfach?
Kunst, Philosophie, Französisch, Gestaltungstechnik

90. Wer ist die witzigste Person die du kennst?
Persönlich? Hmm, ich find selten jemanden „witzig“, eher Situationen oder Gags. Mein Freund ist da schon ganz amüsant. Mit ihm kann ich viel lachen.

91. Welche Zeit ist jetzt?
01:14

92. Möchtest du studieren?
Schon sehr gerne, einfach nur aus Interesse.

93. Wenn ja was?
Medienpsychologie fänd ich sehr spannend oder grundsätzlich Mediendesign, um meine Kenntnisse noch zu vertiefen, wobei ich mir vieles eh selbst aneigne.

94. Welche Schule besuchst du?
Schon länger keine mehr. Zuletzt habe ich 2012 meinen Mediengestalter-Abschluss an der Berufsschule gemacht und somit auch Fachabi in Kombi mit dem Abgangszeugnis aus der 11.1 vom Gymnasium.

95. Fühlst du dich wohl in deiner Klasse?
Ich habe Schule gehasst wegen der Menschen dort… Clauberg in Duisburg war aber gut und Berufsschule hat mich sehr gut gefordert und mir gezeigt, dass mir die Leute egal sein können. Wollte mein Ding für mich durchziehen und das habe ich auch getan. Gab sogar ein paar nette Mitschüler, aber Klassengemeinschaften an sich sind nichts für mich.

96. Magst du Videospiele?
Japp

97. Wenn ja, welches magst du?
Starcraft, Pokemon, Tekken, Mitosis, Worms, Casual Games

98. Schläfst du viel?
Wenn ich kann ja. Varianz zwischen 2-14 Stunden. Tabletten haben das ´ne Weile regulieren können, jetzt die neuen Tabletten nicht mehr.

99. Bist du ein Morgen- oder ein Nachtmensch?
Nachtmensch

100. Kannst du Liebe definieren?
Ein Kunstrukt aus Reinszenierung und biochemischen Reaktionen.

101.Wie oft duschst du?
Duschen in der Wanne ist nicht möglich. Die Wanne betrete ich selten. Max. 1x/Woche… Zu viel Panik. -.-

102. Kommst du mit deinen Eltern klar?
Meine Mum hab ich furchtbar lieb, mit meinem Stiefvater hab ich mich ausgesöhnt und meinen leiblichen Vater in diesem Jahr endlich angezeigt.

103. Hast du sie schon mal angelogen?
Ja und sogar auch beklaut in jungen Jahren, allerdings nur ein paar Münzen, ´ne Strumpfhose und meinem Stiefvater nur ein paar Bier. @.@ Seit ich mit 1 beim Klauen im Laden erwischt wurde habe ich nie wieder geklaut und gelogen habe ich nur unter Zwang damals noch. Ich bemühe mich sehr darum so ehrlich wie nur möglich zu sein mit mir und meinen Mitmenschen. Offene Karten… Zu jedem Problem gibt es eine Lösung.

104. Wenn ja, wieso?
Das frag ich mich heute auch…

105. Wer ist dein/e Lieblingssänger/in?
Marilyn Manson

106. Bist du reich, mittel, oder arm?
Reich an Erfahrung, vom Einkommen her aktuell gerade mal wieder arm, aber das war tatsächlich ´ne Zeit lang auch anders. Wird sich bald auch wieder ändern, wenn ich wieder besser klar komme auf mein Leben.

107. Was willst du werden?
Glücklich

108. Bist du schon mal geflogen?
Ja, zuletzt 2014. Da hab ich meine Mama nach Mallorca eingeladen.

109. Wenn ja, wie hat es dir gefallen?
Fliegen ist einfach toll!❤ Das muss ich unbedingt irgendwann wieder tun. Nur mein Freund sollte mir vielleicht nicht nochmal fremdgehen, wenn ich in den Urlaub fliege… Das hat einen sehr faden Beigeschmack hinterlassen.

110. Hast du einen Online Flirt?
Ich glaub so einige flirten mit mir, aber die Ebene ignoriere ich oft. Kein Interesse.

111. Fluchst du viel?
Wahnsinnig viel… Aber der Mist muss schließlich auch mal raus! Immer nur reinfressen, davon platzt man irgendwann.

112. Hast du schon mal geglaubt du müsstest sterben?
Ja, nicht nur ein Mal…

113. Wenn ja, warum ?
Bei jeder Panikattacke denke ich das… Realitätsbedingte Todesangst hatte ich zuletzt 2014 bei dem Pfingststurm Ela im Auto auf der Autobahn…

114. Hast du schon mal ein UFO gesehn?
Hab leider keinen Aluhut für sowas.

115. Bist du kitzlig?
Ganz selten mal

116. Welches sind dein Lieblingsblumen?
Lilien, Lila Flieder

117. Wie sieht dein Zimmer aus?
In unserer Wohnung habe ich jeden Raum einem Thema und Farbschema zugeordnet und danach auch tapeziert und eingerichtet. Wirkt alles sehr hedonistisch und bunt, aber klare Strukturen bevorzuge ich immer häufiger.

118. Wie würdest du dich beschreiben?
Vollkommen irre. Wenn ich mich bwerben müsste, würde ich natürlich meine Stärken beschreiben, aber so für mich selbst? … Ich halte nicht viel von mir.

119. Glaubst du an Gott?
Nein. Ich glaube an Wissen und Erfahrung.

120. Welche Religion hast du?
Atheismus

121. Glaubst du an Wiedergeburt?
Nur im biologischen Sinne, dass unsere Moleküle eben neu angeordnet werden und von der Umwelt aufgenommen werden. Energieaustausch, Kreisläufe und so… Aber nicht so ´n esoterischer oder metaphysischer Krams.

122. Glaubst du an schwarze Magie?
Nein, nur an die Macht der Manipulation

123. Hast du es schon mal ausprobiert?
Tarotkarten, Pendel, Vampirismus, Satanismus und Gläserrücken fand ich als Teenie mal spannend.

124. Glaubst du das eine Person für eine andere bestimmt ist?
Nein. Jeder ist irgendwo austauschbar. Man kann nur mit einigen Personen mehr Schnittmengen haben und mit anderen Personen weniger.

125. Glaubst du an die Liebe auf den ersten Blick?
Verlieben kann man sich sehr schnell, Liebe muss erst wachsen.

126. Welche Farbe hat deine Zahnbürste?
Ich nehm irgendeine aus dem Glas… xD

127. Wie viel mal pro Tag putzt du dir die Zähne?
Zu selten, aber die sind eh kaputt und gelb und ich würd sie gerne rausreißen und neu machen lassen.

128. Wer ist deine Lieblings Cartoonfigur?
Brooklyn (aus Gargoyles)

129. Hast du einen Job?
Ja, ich bin selbstständige Mediengestalterin. Derzeit aber noch zu krank um wieder regelmäßiger arbeiten zu können.

130. Welches ist deine Lieblingsfrucht?
Mango, Feige, Sternfrucht, Avocado

131. Welches ist deine Lieblingssüßigkeit?
Brause-Lollies, Daim-Schokolade, Eis und Mohnkuchen

132. Welches ist dein Lieblingsgemüse?
Blattspinat, Mangold, Stielmus von Oma, Schwarzwurzeln

133. Welches war der schönste Tag in deinem Leben?
Der Tag, an dem ich Nana kennengelernt habe❤

134. Warum?
Sie ist einfach ein ganz besonderer Mensch für mich…

135. Bist du Vaters kleines Mädchen?
In dem Kontext ´ne harte Frage, aber ja, das war ich.

136. Bist du Mamas kleiner Engel?
Nein, eher im Gegenteil.

137. Spielst du ein Instrument?
Habe mal Saxophon gelernt, spiele es aber nicht mehr. Dafür klimper ich gerne mal auf meinem Kalimba.

138. Benutzt du Deodorant?
Ja, sehr gerne.

139.mWenn ja, welches?
Nivea Black&White, Dove oder macnhmal auch verschiedene von FA. Vanille-Deo von Impulse ist auch toll.

140. Hast du AOL 5.0?
Was war das nochmal, Provider? Ich hab 2 Standrechner und 2 Laptops, die alle über ´nen 1&1-Anschluss laufen und mein Smartphone über O2 (leider, Base wurde ja aufgekauft).

141. Wer is das süßeste Mädchen?
Ich mag keine süßen Mädchen… Mag lieber toghe Mädels mit großer Klappe.

142. Und wieso?
Weil man nicht ernstgenommen wird, wenn man ein Mäuschen ist.

143. Wer ist der süßeste berühmte Typ?
Marilyn Manson❤ Rickman und Bowie sind ja nun tot. *schnüff*

144. Trägst du gerade Nagellack?
Nein

145. Wenn ja, welche Farbe?
Hätte alle Regenbogenfarben im Haus, aber ich mag es einfach nciht mehr.

146. Wie viele Ringe, Armbänder trägst du?
Zwei Ringe und ein Armband. Die bleiben auch dran.

147. Welches ist deine Lieblings- Zahnpasta?
Ich hasse den Geschmack von Zahnpasta…

148. Bist du müde?
Irgendwie schon, aber schlafen kann ich nicht.

149. Hast du Narben?
Unzählige… 11 Nähte nur in diesem Jahr allein.

150. Hast du jemals wegen jemand des andren Geschlechts geweint?
Das Geschlecht ist völligst unerheblich. Natürlcih haben mich Menschen schon oft zum weinen gebracht, erst Recht Menschen, die ich gern habe.

151. Magst du Lolli-Pops?
Nur die Brause-Lollis.❤

152. An was denkst du gerade?
Die Elektroden des Langzeit-EKGs fangen an zu nerven und ich mekre meine Anspannung.

153. Ohne zu schauen, was für Unterwäsche trägst du jetzt?
Schwarzen Schlüpper und ´nen türkisfarbenen BH mit schwarzer Spitze. Der letzte, der noch ansatzweise passt und ich kann ihn nicht ausziehen, wegen der blöden Kabel. @.@

154. Wer bringt dich zum Lachen?
Kabarettisten am Bildschirm und gute Freunde, wenn man beisammen sitzt.

155. Wer ist dein Lieblingslehrer?
Eher „war“, ist ja schon länger her alles.
Herr Schött am MGB
Herr Hermes am Clauberg
Herr Marzi am Berufskolleg Essen Ost

156. Hast du den Führerschein?
Nein. Bezweifel auch, dass ich je einen machen werde.

157. Mit wie vielen Kissen schläfst du?
Kissen? Ich nehm direkt ´ne ganze Decke als Unterlage! (+ 2 Kissen + Dragoran)

158. Was war dein schlimmster Albtraum?
Ich hatte viele schreckliche Albträume und mir fallen direkt auch diverse ein, die ich gar nicht beschreiben will.

159. Welches Geheimnis kannst du mir hier verraten?
Ich habe keine Geheimnisse

160. Was am anderen Geschlecht verstehst du nich?
Warum die alle immer nur mit ihrem Schwanz beschäftigt sind. Ich häng doch auch nicht permanent an meinen Möpsen. O.o Naja und die Frage, wieso Täter zu Tätern werden, aber das lässt sich auch auf alle Geschlechter beziehen, wobei ich denke, dass die Motivation dahinter ggf. eine andere ist. Aber ich spreche offen über alles, also kann ich auch versuchen alles zu verstehen.

161. Was am selben Geschlecht verstehst du nicht?
Warum Lästern so weit verbreitet ist. Das habe ich einfach noch nie verstanden, warum man andere Menschen schlecht machen muss… Aber gilt hier auch irgendwo wider für alle Geschlechter.

162. Welches ist deine Lieblings Marke bei Kleidern?
Och so einige Grufti-Labels find ich ganz gut. Punk Rave ist der Hammer! Aber auch noch viele Andere.

163. Welche Ferien magst du am liebsten?
Die wo ich mal weit weg sein kann und alles hinter mir lassen kann… Mach aber mehr Urlaub in meinem Kopf, da bin ich auch weit weg.

164. Warum?
Weil ich mich nicht frei fühle…

165. Welche Werbung magst du am liebsten?
Werbung die mit klassischen Schemata bricht und neue Wege geht. Oft finde ich Spots von der Agentur Jung von Matt ziemlich genial genau aus diesem Grund.

166. Welche Werbung kannst du nich ausstehen?
Klingeltonwerbung konnte ich nie ausstehen und diese furchtbare Seitenbacher-Radiowerbung… Und 0-8-15-Klischees und schlechte Designs und langweilige Konzepte und… eigentlich hasse ich Werbung. Vielleicht ist das genau deshalb mein Job. xD

167. Was hast du letzten Sommer getan?
Dieses Jahr war ich tatsächlich mal wieder am See, sonst wie den Rest des Jahres zu Hause… Hmm, habe kaum Erinnerungen. Das Jahr hat für mich ja noch nicht einmal angefangen und ist jetzt schon wieder so gut wie vorbei.

168. Hast du letzte Woche geweint?
Ja

169. Weshalb?
Streit mit meiner Mum, schwierige Gespräche mit meinem Freund, Psychokrams, Selbsthass…

170. Wo wurdest du geboren?
In Essen-Altenessen im Marienhospital

171. Hast du jemals wo anders gewohnt?
9x hab ich den Wohnort gewechselt, also 10 Orte, an denen ich zu Hause war.
2x Essen-Frintrop, OFW, Essen-Borbeck, Essen-Rüttenscheid, 2x Essen-Karnap, Köln-Ehrenfeld, Essen-Kray, Essen-Nordviertel

172. Wenn ja, wo gefiel es dir am besten?
Bei Nana wohnen war einfach am schönsten, aber die vegane Lesben-WG in dem besetzten Haus in Köln war auch genialst.😀 In meiner jetzigen Wohnung lebe ich aber auch sehr gerne. Aus dem Viertel will ich vorerst nicht mehr weg.

173. Welcher ist dein Lieblings Disney Film?
Serie: Gargoyles
Film: König der Löwen

174. Sammelst du irgendwas?
Ja, ´ne ganze Menge eigentlich.

175. Wenn ja, was?
Mangas, Graphic Novels, Fotos, Figuren, Erinnerungen…

176. Welcher ist dein Lieblingstv-Kanal?
Ich treib mich oft in der Mediathek von Arte und vom ZDF herum.

177. Was vermisst du beim anderen Geschlecht?
Möpse. Jeder sollte welche haben.😀

178. Wie viele CDs hast du?
Hab ich nie gezählt. Da kommt schon so einiges zusammen. Mal ganz zu schweigen von digitalen Alben… In Datenmengen würde ich mal grob 1,5 TB schätzen, in Silberscheiben an die 200 bestimmt.

179. Gehst du gerne auf Konzerte?
Prinzipiell total gerne, aber da ich nicht raus gehe… Hmm…

180. Wenn ja, auf wie vielen warst du schon?
Hab ich auch nie gezählt. xD Ich war ja früher ständig unterwegs und wenn Manson im Land ist, schau ich mir den immer an.

181. Hast du schon mal eine berühmte Person getroffen?
ja

182. Wenn ja, wer?
Helge Schneider is wohl die berühmteste Person, die ich mal persönlich kurz kennenglernt hab bei ´nem Bier. Bilde ich mir aber nix drauf ein. Menschen sind Menschen und entweder ich mag sie oder eben nicht, egal ob berühmt oder… okay, bei Manson wär das was Anderes, aber da bin ich auch ein absolutes Fangirl. :3
183. In welchen Klamotten fühlst du dich am wohlsten?
Alles, was gerade zur Stimmung passt. Aktuell trag ich sehr gerne Kleider, Ponchos und Schlabberoberteile zu Leggins. Dezent alternativ und meinen Bauch kaschierend.

184. Welches Essen magst du überhaupt nicht?
Paprika, wenn die Schale noch dran ist, grüne Bohnen, Tiramisu und so einiges, was meine Mum kocht. Sie kann das einfach nicht, zumindest nach meinem Geschmack.

185. Trägst du eine Brille oder Kontaktlinsen?
Ich sollte eine Brille tragen, hatte mir auch mal eine geholt, aber nee, trag ich nicht. Kontaktlinsen trage ich nur bunte ganz selten passend zu Outfits. Zuletzt dieses Jahr an Halloween.

186. Magst du lieber Seide oder Baumwolle?
Dann eher Baumwolle. Stehe aber noch mehr auf Flokati und Lack.

187.Mariah Carey oder Whitney Houston?
Whitney Houston, die hat mehr Power

188. Welches ist dein Planet?
Jupiter (Sailor Moon geschädigt… xD)

189. Welches ist dein Element?
Wind und Feuer im Wechsel

190. Reich und unglücklich oder lieber arm und glücklich?
Arm und glücklich

191. Welche Zeitschrift magst du?
Spektrum der Wissenschaft

192. Coca Cola oder Pepsi?
Nein, Kohlensäure is der Feind!

193. Welche Jahreszeit magst du am liebsten?
Sommer, weil ich es warm mag und gerne schwimme.

194. Welches ist dein liebster Wochentag?
Die sind doch alle einer wie der andere…

195. Welcher ist dein liebster Monat?
August, ist meistens am sonnigsten.

196. Was ist dein größtes Talent?
Empathie

197. Bist du ein guter Zuhörer?
Ja

198. Magst du Kettenbriefe?
Nein, noch nie.

199. Oben oder unten?
Mittendrin.

200. Hast du genug von dem Ausfüllen dieser Fragen?
Och, ich nehm gerne noch mehr. Ist spannend so im Vergleich. Würde mir aber auch tiefgründigere Fragen stellen. Vielleicht hat ja jemand noch eine für mich, wenn sich überhaupt jemand bis ans Ende durchgekämpft haben sollte. xD

Pixel pinseln

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Die Nacht war erneut schlaflos, ganze 2 Stunden hatte ich die Augen zu bis mich der Paketbote wachklingelte, eine halbe Stunde vor dem Wecker. Naja, die halbe Stunde hätte jetzt auch nicht mehr viel gebracht. Die Gedanken kreisten die ganze Nacht um alles Mögliche, neben Panik auch so random Kram, wie noch auszufüllende und abzugebende Unterlagen. Einfach nur nervig und mit so ziemlich keiner Methode in den Griff zu bekommen. Mein Herz bubberte einfach wie blöde in einer Tour durch. Als ich kurz eingeschlafen war dachte ich, es würde stehen bleiben und wurde davon wieder wach. Wieder Adrenalin, wieder Panik… Vom Tag gestern weiß ich wieder nicht mehr viel. Ich glaube mir ging es nicht gut und ich versuchte mich in der Nacht mit Zeichnen abzulenken. Ein altes Projekt will ich zu neuem Leben erwecken. Ein Bild, dass ich oft mit meinem Therapeuten besprochen hatte, was er sogar seinen Studenten in eine Vorlesung mitgebracht hatte… Ich verbinde sehr viel damit. Um es kurz u halten ist meine innere Welt mit meinen verschiedenen Anteilen darauf abgebildet. Die Szenerie und die Charaktere wandelten sich immer im Lauf der Zeit. Den Rest überlasse ich frei zur Interpretation. Selbst ist es einfach für mich komplett durchanalysiert im Nachhinein. Beim Zeichnen selbst natürlich nicht, ich weiß oft nie, was aus einem Blatt Papier wird, wenn ich einen Stift heraus hole. Fertig geworden bin ich mit diesem digitalen Remake allerdings noch nicht. Ich will mir viel Zeit lassen. Dazu kommt immer wieder der Gedanke an diesen unmöglichen Typen letztens… Da hatte ich ein Portrait einer Freundin gemalt, um sie aufzumuntern und ihr durch die schwere Zeit zu helfen mit ein bisschen Farbe, da bekomme ich plötzlich mit, dass er sich bei ihr beschwert, dass ich seine Fotovorlage benutzt habe. O.o Ich dachte ich werd nicht mehr! Fand ich unter aller Sau, weil ich ihr eine Freude machen wollte und er es damit voll ruiniert hat. Mich hatte er dann auch angeschrieben und darauf bestanden, dass es ja sein Werk wäre. Ich hätte damit ja nichts eigenes geschaffen, weil es ja nur bearbeitet wäre und man die Vorlage ja drunter legen könne, um das zu sehen. Ach was?! Ich benutze nunmal Fotovorlagen für Portraitmalerei. Schon Scheiße, wenn es zu realistisch wird nach 8-10 Stunden Malerei. Ich kann solche Menschen nicht ausstehen! Diese plumpe Unterstellung, es sei ja keine Kunst und es sei ja sein Bild… Danach habe ich mein Portrait-Projekt erstmal eingestampft und ihn natürlich freundlich darauf hingewiesen die Frage gern juristisch klären zu lassen, ob meine digitale Malerei Kunst ist oder nicht. Jetzt wirkt der Mist allerdings immer noch nach und ich denke jedes Mal an diesen neiderfüllten, missgünstigen, arroganten Typen. Ich fühle mich tatsächlich davon beleidigt, nicht, weil ich Kritik nicht vertragen kann, sondern weil ich ein Problem habe mit Unterstellungen. So gut war sein Foto nu auch wieder nicht und wenn er einmal knipst und ich 8 Stunden pinsele, dann ist das sehr wohl ein großer technischer Unterschied ein Bild zu erzeugen! Naja egal… Den Ärger über diesen Menschn bekomme ich kaum runtergeschluckt. Zu einem Zeitpunkt, wo ich gerade erst wieder zum Zeichnen finde… Ganz toll gemacht! Einem verzweifelten Mädel die Freude geraubt und einer Depressiven gesagt, wie wertlos ihre Fähigkeiten sind… Traurig.

So, nun aber einmal ein kleines WIP zu meinem „Selfdestruction“-Remake.

Original [Buntstiftzeichnung 2008]

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Digitales Remake [work in progress 2016]

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Iiiieh eine Badewanne! [explizit Trigger]

Iiiieh eine Badewanne! [explizit Trigger]

Scheine heute wirklich im Schreibmodus zu sein. 3. Beitrag in Folge… Aber meine Gedanken sind heute auch allesamt belastend irgendwie. Habe auch schon wieder Unterleibsschmerzen, obwohl ich gar nicht blute. Es sticht und zieht, als würde jemand eine Klingel langsam durch den Uterus ziehen, aber ich ignoriere es einfach, so wie all den anderen kram auch. Das Zittern und die Übelkeit sind ja auch wieder präsent und der Schwindel ist heute besonders stark.

Ich schaute gerade in den Spiegel und dachte mir, so kann ich morgen nicht zum Arzt gehen. Vor Allem bei einem Langzeit-EKG will ich die Instrumente nicht beschmutzen. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal im Wasser war. Wenn es nötig wird, wache ich mich kurz mit einem Lappen unter den Armen, kämme oberflächlich durch die Haare und den Rest machen Deos und Parfums. Schon sehr barock irgendwie. Aber ich stinke um Glück nicht, vielleicht manchmal aus dem Mund, wenn ich nur Kippen und Kaffee zu mir genommen habe. Da helfen Kaugummis aber auch. Zähneputzen? Nee, dann blutet nur alles und tut wieder noch mehr weh. Kaputt is meine Kauleiste ja eh, aber morgen wollte ich auch zum Zahnarzt nach dem Kardiologen… Im Spiegel seh ich diese coole Haarfarbe und ich mag den Wuschel auf meinem Kopf, der sich ganz von selbst so angeordnet hat. Hübsche Zerstörung. Die Haare sind so totblondiert, dass sie von alleine stehen, wenn ich keine Haarkur benutze, tatsächlich bekomme ich sie aber auch immer wieder entworren und glatt, wenn ich das will. Naja, vielleicht will ich das ja mal für morgen. Es kostet trotzdem Überwindung. Nicht, weil ich kein Wasser mag, sondern weil ich immer noch dieses Problem mit Badewannen habe. Länger als 10 Minuten geht einfach nicht… Die Flashbacks hauen mich jedes Mal um. Bestimmt habe ich schonmal erzählt warum, aber die Bilder werde ich auch einfach nicht los. Ich sehe immer diesen hässlich grinsenden dürren Kerl mit glasigen Augen auf dem Badewannenrand sitzen, meinen Vater. Das Bad war nicht in der Wohnung, sondern im Flur und es war dort immer kalt. Die beigefarbenen hässlichen Fliesen in diesem engen kleinen Raum, das Fenster mit dem alten Holzrahmen, dass immer zugig war… Immer wieder der Geruch von Schweiß und Alkohol und immer wenn ich denke dieser dreckige, halbglatzige Typ ist hier und sabbert mich mit Blicken an aus seinem fahlen, faltigen Gesicht, blitzen mir wieder direkt auch die nachfolgenden Erinnerungen durch den Kopf… Ich kann nicht exakt rekonstruieren, wie er es angestellt hat, aber sowohl auf dem Klo als auch wenn ich über den Badewannenrand gepinkelt habe, was ich sehr oft getan habe, hat er seine Hände unter den Strahl gehalten und meinen Urin damit aufgefangen… Es war absolut ekelhaft und ich habe mich schon als Kind gefragt wieso, traute mich auch kaum loszulassen. Deshalb immer Probleme mit der Blase, deshalb immer Probleme allein im Dunkeln auf´s Klo zu gehen, deshalb immer Probleme mit Badewannen. Diese Löcher des oberen Abflusses starren mich immer an wie finstere Augen, die auch nach mir verlangen. Schon reflexartig muss ich jedes Mal pinkeln, wenn ich Wasser berühre, kann das gar nicht unterdrücken und erst wenn es vorbei ist, geht es einigermaßen. Wenn mich diese schwarzen Löcher nicht immer so anstarren würden. Auch wenn ich sie abdecke weiß ich, dass sie dort sind. Immer sehe ich diese glasigen braunen Augen mit dem Fleck neben der Pupille, die fordern und verlangen…

Das Wasser ist nun eingelassen, aber die Panik ist schon wieder angestiegen. Ich muss an dem Spiegel vorbei und darf gleich nicht reinschauen. ich weiß genau, dass wenn ich reinschaue mein Gesicht wieder verzerrt ist, dass meine Augen nicht da sind und alles verschwommen und monströs wirkt, nicht ich im Spiegel, nur ein Monster. Ich kann in solchen Momenten nur das Bad betreten, wenn jemand mitkommt und ich mich gleichzeitig unter dem Spiegel wegducke, bloß nicht reinschauen, lieber auf den Boden starren oder an die Wand und dazu möglichst alles abdecken, was Schwarz ist. Alles was Schwarz ist wird schnell bedrohlich, weil sich in der Dunkelheit immer die Augen verstecken, immer die Monster, die mich beobachten und nur darauf warten anzugreifen. Meine Wahrnehmung ist dann immer total verzogen, schwierig zu beschreiben diese Verzerrung. Ein bisschen als würde man von einem sehr hellen Licht geblendet werden und hätte dadurch auch keine Orientierung und den Reflex wegzuschauen, nur dass es eben kein Licht, sondern die Dunkelheit ist. Mein unterleib krampft weiter, meine Beine wippen vor Schmerz hin und her. Ich schreie nie, wenn ich Schmerzen habe, ich bewege nur meine Beine und meine Füße zur Kompensation. Ist mir mal beim Zahnarzt aufgefallen, als meine Mum mich drauf hinwies. Da hab ich damals auch nie geschrien, immer nur „gewackelt“. Bis auf das eine Mal, vo dem ich schon geschrieben hatte, das mit dem durchgeschnittenen Nerv.

Verflucht… Ich will nicht so dreckig, klebrig, verfilzt und muffig sein, wenn ich morgen zu den Ärzten gehe. Das ist für die doch auch unangenehm so verwahrloste Patienten zu haben… Okay, mir sieht man das nicht an, man merkt es bestimmt auch nicht, dass die Haare nicht mit Absicht so stehen. Kaschieren konnte ich immer gut. Dennoch will ich mich auch mal wieder sauber fühlen, den ganzen Dreck abwaschen, der an mir klebt… Aber ich weiß nicht, ob ich es gerade schaffe mich durchzuringen dazu. Das Wasser ist fertig und wartet auf mich. Ich könnte plantschen im Schaum, beruhigende Musik und schöne Lichter anmachen, aber ich fürchte das wird im Moment nicht helfen. Die Dunkelheit frisst das Licht. Ein dicker Kloß sitzt mir im Hals und ich kann kaum atmen. Es schnürt mir einfach die Kehle zu. Wenn mein Freund mitkommen würde, wäre das nicht auch nur Reinszenierung? Der Gedanke schießt mir auch jeedes Mal durch den Kopf wenn ich frage, ob er mit auf´s Klo kommt, weil ich wieder alleine nicht kann. Wenn er dann nicht mitkommt unterdrücke ich übrigens alles… Aber er setzt sich dann auch immer auf den Badewannenrand. Eigentlich eine schlechte Idee, weil so läuft das ja immer weiter… Ich versuche mir oft bewusst zu machen, dass ich nun Erwachsen bin, dass das meine Wohnung, mein Bad ist und ich bestimmen kann, wer mich hier rein verfolgt und wer nicht. Aber den Absprung schaffe ich irgendwie nicht immer.

Gerade will ich nur noch raus aus meinem Körper. Diese verfluhte Angst zerfrisst mich, diese kack Bilder vernebeln mir den Verstand, diese beschissenen Gefühle übertünchen die Ratio. Noch weiß ich, wo ich gerade bin, zumindest im Kern, aber die Bedrohung ist so enorm für mich gerade, dass ich befürchte gleich erneut wieder weg zu sein. Wo auch immer dieses „weg“ dann ist… Irgendwo tief in meinem Inneren.

Ein fast perfekter Tag

Ein fast perfekter Tag

Ich wundere mich, warum ich diesen Albtraum gerade jetzt hatte, warum ich heute morgen schon wach geworden bin mit einem Gefühl der gähnenden Leere, der Angst, der Verzweiflung und dem Wunsch erneut ein Ende zu finden. Dabei war gestern einer der schönsten Tage in diesem gesamten Jahr. Ich war mit meinen beiden Jungs (also meinem Freund und meinem ältesten Bruder, der auch bei uns wohnt) draußen in der Stadt! Freiwillig!🙂 Tatsächlich hatte ich erst vor an diesem Tag zu kochen. Als Belohnung dafür, dass mein Freund zum Amt gegangen ist, weil er sich auch sehr schwer damit tut das Haus zu verlassen, erst Recht wenn es um vermeintliche Autoritäten geht, zu denen er hin muss. Naja und eigentlich auch als Belohnung dafür, dass er sich nun endlich um einen Therapieplatz bemüht… Nur das Thema lasse ich außen vor. Ich wollte richtig tolle Sushi- und Sashimi-Platten für uns zaubern, hatte eigentlich auch schon alles geplant. Als ich gerade wach wurde kam er aber schon nach Hause mit guter Laune und Motivation und wollte uns einladen. Tatsächlich freute ich mich sehr darüber, aber klar war mir sofort mulmig. Schon wieder nach draußen? Ich ließ mir Zeit, trank meinen ersten Kaffee und fing schon wieder an mit mir selbst zu ringen. Doch als mein Bruder schon fertig agezogen war, sprang ich auf und machte mich fertig, ganz schnell, ganz hektisch, damit ich bloß keinen Gedanken an die Panik verschwenden muss. Einfach nicht dran denken und wie irre durch die Wohnung rasen, ich denke das ist immer schon der Schlüssel gewesen. Sonst wäre ich vielleicht auch schon lange Zeit vorher immer in Panik verfallen… Ganz viel und ganz schnell alles auf einmal machen, damit keine Zeit für den Irrsinn in meinem Kopf bleibt. Tatsächlich war ich dann gerade fertig und wollte raus, so flott wie möglich, aber mein Freund entschied sich plötzlich dazu sich doch noch zu schminken. Na ganz klasse… Schon wieder ausbremsen, schon wieder Imitation. Nur weil ich ein paar Augenbrauen aufgemalt hatte, musste er es mir wieder gleich tun… War mein Gedanke. Ich wurde richtig wütend. Jetzt hatte ich mich schon überwunden und dann doch wieder diese Verzögerung. Anstatt aber wie sonst im Ärger aufzugehen oder wirklich in Panik zu verfallen, habe ich eine neue Strategie versucht. Ich öffnete die Balkontür, schaute mir die Menschen unten an, atmete die kalte Luft ein und ließ mich von der kalten Sonne ein wenig beleuchten. Eine Zigarrette, ein paar Selfies und schonmal den Vorgeschmack auf die Welt da draußen spüren. Blöd war nur, dass mir der Gedanke an Zusammenbrüche, an Bahnfahrten, an weite Wege direkt wider in den Kopf schoss. Wird alles gut gehen? Was verträgt mein Körper? Ich wählte aber das kleinere Übel für meinen Körper, weil ich dachte, ich könne keine weiten Strecken laufen: Bahnfahrt!

Als wir endlich das Haus verließen war ich eine Weile sehr still und bereitete mich auf das Kommende vor. Ich versuchte die Angst herunterzuschlucken und es gelang mir. Alles positiver bewerten, nicht nur das Negative sehen. Es war nur eine Kurzstrecke von 3 Haltestellen und ich hätte jeder Zeit aussteigen können bei jedem Halt. Die Leute in der Bahn schaute ich mir genaustens an, war aber gleichzeitig geschützt von meinem Freund und meinem Bruder, weil sie vor mir standen. Ein erstes Lächeln huschte mir über das Gesicht, als mein Freund ausweichen musste und meinem Bruder näher kam. Ich bin so ein beklopptes Fangirl machmal. xD Finde die beiden wären auch ein tolles Paar. Total gegensätzlich, aber irgendwie macht es das noch süßer. Jaja, Mangamädchen-Gedanken. Da kamen wir auch schon am Bahnhof an. All diese Menschen… Alle uniform, langweilig, austauschbar. Wo sind die ganzen alternativen Menschen mit den bunten Haaren, mit den spannenden Klamotten, mit Ideen und Kreativität, mit Tattoos und Metall im Gesicht? Bah, ich hasse dieses Versteckspiel in der Masse, alles Feiglinge, Spießer, alle gefangen in Konformität! Ich achtete darauf mich sehr groß zu machen, meine Schultern gerade zu stellen und mich durch nichts behindern zu lassen. Ausweichen nur wenn es nicht anders geht und allein durch Präsenz meinen eigenen Weg zu gehen, ohne das mir jemand in die Quere kommt. Erhaben. Das ist wohl meine narzisstische Seite. Auf der 2. Bahnhofsebene in der Unterführung angekommen, war ich wieder fasziniert von der tollen LED-Wand. Lichter und Farben liebe ich einfach! Das durchbricht das düstere Grau, ebenso wie meine knallbunten Haare. Da freue ich mich auch jedes Mal, wenn sie mir selbst noch auffallen. Da mein Freund so ziemlich genau wie ich aussahe mit dem schwarzen Poncho, seinen ebenfalls bunten Haaren und dem MakeUp, gaben wir ein sehr interessantes Bild zu Dritt ab. Die beiden unterhielten sich die ganze Zeit, aber ich war in meiner eigenen Gedankenwelt. Mein Bruder lief in der Mitte mit seinem kurzen Ledermantel und wir wirkten in meinen Augen wie eine Rockband, er als Leader und wir beiden als konzipiertes Beiwerk. Das gefiel mir sehr gut. Normalerweise lauf ich nie in 3er-Reihe, weil man damit anderen Leuten die Wege versperrt und Platz wegnimmt. Dann werden sie sauer und rempeln einen an oder schimpfen… Ich laufe am liebsten hinten, um den Überblick zu wahren. Diesmal nicht. Diesmal war ich nicht nur Beobachter, sondern Teil einer Wand und so fühlte ich mich auch. „Hier ist kein Durchkommen, die können uns mal alle ausweichen!“. Na, wenn der Narzissmus einmal befeuert wurde, lässt er sich schlecht eindämmen bei mir. Ich dachte daran, dass all diese stupiden genormten Menschen doch bloß grauer Dreck sind, Dreck unter meinen Fingernägeln. Ein Filmzitat aus „Wir sind die Nacht“ schoss mir durch den Kopf und ich wandelte es gedanklich ab: „Ihr seid nichts, nur Abschaum. Dreck, den selbst Ratten nicht fressen. Unsichtbar für die Welt.“ ein schlechtes Gewissen bekam ich nicht, eher wandelte sich innerlich alles in Euphorie, weil ich mich tatsächlich frei von Angst unter Menschen bewegen konnte. Vielleicht brauche ich wohl diese Wut.

Den Rest des Tages habe ich in Bildern dokumentiert. Wirklich sehr viele Fotos. Der Sushiladen hatte leider schon geschlossen, weshalb wir 4 Stunden Zeit überbrücken mussten. Wir waren auf dem mittelalterlichen Teil des Weihnachtsmarktes und trafen dort eine liebe Bekannte, stöberten durch Graphic Novels in der Mayerschen Buchhandlung und ich holte mir ein Streetart-Typografie-Buch, was mich sehr faszinierte. Danach zogen wir zu Starbucks und saßen dort gemütlich hipsterig mit unserne Smartphones im Laden. Ich trank einen Chai Latte (Natürlich laktosefrei. Super, dass die das da anbieten!) und blätterte in meinem neuen Buch, lud schon ein paar Bilder hoch, die ich unterwegs gemacht hatte und so verging plötzlich die Zeit. Die ganze Zeit über hatte ich mir immer wieder die Frage gestellt, was man draußen eigentlich tut, warum man überhaupt nach draußen geht. Ich hatte das alles vergessen. Vergessen wie schön es sein kann gemeinsam loszuziehen und die Welt zu erkunden oder aber auch zu verweilen an vielen Orten. Auf dem Mittelaltermarkt fühlte ich mich übrigens sehr wohl. Das Essen ist dort etwas Besonderes und die Menschen sind ganz anders. Zugänglicher, freundlicher und das Publikum ist abgesehen von nervigen Touristen durchweg alternativ. Viele Metaller und Gruftis. Da fühl ich mich zu Hause. Vielleicht geh ich die Tage noch einmal los, trinke ein Kirschbier und setz mich ans Feuer.

Als die Zeit endlich um war, war es auch schon wieder dunkel draußen. Umso schöner, denn das beleuchtete Ambiente des Okinii kam so erst richtig zur Geltung. Farben und Lichter… Es war schon optisch ein einziger Traum! Ich war am Freitag schon mit meiner Mutter dort und hatten den Jungs so vorgeschwärmt und sie waren nun genauso angetan. Das Personal ist freundlich, dass Essen frisch und toll zubereitet, die Musik dezent… Was mir nicht so gefiel war, dass wir uns sehr mittig platziert hatten. Eine kleine Ecke wäre mir lieber gewesen, aber auch das konnte ich schnell überwinden, weil ich die anderen Menschen einfach wieder gefiltert hatte. Ich war sogar mutig! Eine Getränkebestellung war falsch aufgenommen worden. Ich wollte das hauseigene Gin Tonic-Rezept probieren mit Rosmarin und Thymian (es hätte auch alkoholfrei sein dürfen, ich liebe nur Gin Tonic geschmacklich). Das klang sehr gut, stattdessen bekam ich aber einen Caipirinha. Wir hatten kurz vorher schon mit dem Kellner gesprochen, weil auf dem Tablet eine falsche Nummer stand, deshalb war es jetzt umso peinlicher, dass es doppelt schief gelaufen ist. Aber ich wollte mal nicht nachgeben und das bekommen, was ich eben wollte. Tatsächlich habe ich nach kurzem Zögern das Getränk also zurückgehen lassen. Sowas mache ich sonst so gut wie nie. Man nimmt das, was man bekommt… „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.“, ist ein sehr einprägsames Leitmotiv meiner Kindheit und Jugend gewesen, vor Allem, wenn man eh immer Hunger hatte, da war das egal und Auswahl gab es nie außer bei Oma… Egal. Aber nein, ich bekam tatsächlich das Getränk, was ich wollte, nachdem ich mich etwas umständlich stammelnd gemeldet hatte und war hellauf begeistert und glücklich, weil es tatsächlich auch so lecker schmeckte, wie erwartet.🙂 Ein bisschen übertrieben hatten wir schon. 76 Portionen und 10 Getränke für 3 Leute… War nicht billig, aber das war egal. Wir waren alle kugelrund und glücklich. Später am Abend kam auch noch kurz meine Mama vorbei nach der Arbeit und brachte mir ein paar Sachen von Oma mit und tolle Schokolade von Nespresso. Eigentlich will ich Nestlé nicht unterstützen, aber ist halt geschenkt und doch sehr lecker. Den Streit hatte sie übergangen und ignoriert es weiterhin. Eine Entschuldigung kam trotzdem nicht, sie wechselte eher schnell das Thema, nahm mich in den Arm und gab mir einen Knutscher. Scheint alles wieder gut zu sein und nachtragend ist sie nicht… Ein bisschen enttäuscht bin ich dennoch, weil ich gerne mit ihr geklärt hätte, was da los war. Nicht, dass das jetzt wieder häufiger vorkommt… Aber ich denke ich habe ihr sehr klar gemacht, dass ich noch Zeit brauche, um wieder zu funktionieren.

Ich bin richtig froh über diesen Tag gewesen. So schön war es einfach ewig nicht und ich hatte viele meiner eigenen Hürden überwunden, mich durchgesetzt und war ein Stück weit wieder mehr wie mein vorheriges Ich vor 3 Jahren. Genau da will ich ja auch wieder hin.

Bei allen schönen Geschichten gibt es natürlich auch immer einen Switch, denn die Nacht war alles andere als schön. Ich kann mich nicht erinnern warum. So fragmentarisch weiß ich, dass ich mich mit meinem Freund über Sex unterhalten hatte und mich schuldig fühlte, weil ich seinen Erwartungen nicht entspräche. Aber auch jetzt, wenn ich weiterdenke blockiert sich alles. Da war ich dann gestern Nacht wohl doch noch in meinem Kopf außer Haus, hatte einen spontanen Ohrwurm von ASP (Kokon) und irgendwie nee… Keine Erinnerung. Er hatte mir ein Stück Ingwer abgeschnitten, damit ich wieder zu mir komme. Tatsächlich war ich dann auch kurzzeitig in der Realität und sehr sauer darüber. Ich hatte das Gefühl er wolle mir nicht helfen, sondern nur eine schnelle Lösung finden, damit er sich nicht kümmern braucht. Das hatte ich ihm gar nicht gesagt. Sowieso hab ich glaube ich gar nicht viel gesagt, meine ich. Keine Ahnung… Aber dieser letzte Akt ist wohl dann auch ursächlich für mein heutiges Tief. Sehr schade eigentlich, weil ich mich doch lieber auf die positiven Aspekte konzentrieren wollte. Das Gefühl der Lähmung begleitet mich jetzt die beiden Male, die ich aufgewacht bin heute. Mein Bauch schmerzt, mein Herz rast, meine Arme kribbeln und die Anspannung ist verflucht hoch. Morgen soll ich dann zum Kardiologen und zum Zahnarzt… Das ist dann wieder die nächste Überwindung für mich, aber hinausszögern und aufschieben will ich auch nicht wieder. Ich merke wie der Druck steigt mit jedem Gedanken daran. Vielleicht lenke ich mich doch wieder etwas ab. Zocke gleich irgendwas, les vielleicht ´nen Manga und tauche ein in eine andere Welt. In meiner gefällt es mir heute einfach gar nicht. Dunkel und Grau, die Lichter und Farben fehlen…

Albträume – Tod, Gewalt und Hilflosigkeit

Albträume – Tod, Gewalt und Hilflosigkeit

Gerade bin ich wieder wach geworden, wieder mir Herzrasen und mit einem stechenden Schmerz im Kopf. Es ist schon wieder dunkel draußen, na klasse, Tag verpennt. Die Szenen aus dem Traum gerade gehen mir nicht aus dem Kopf. Das gesamte Szenario war wie ein Fantasy-Epos aufgebaut, in dem ich nur ein Nebencharakter, wahlweise ein Zuschauer war, der den Film als Außenstehender betrachten konnte. Kein Wunder also, dass sich daraus eine Game of Thrones Folge entwickelte… Ich hatte verschiedene Aufgaben, kann mich aber nicht mehr daran erinnern, nur noch an die letzte Szene, weil sie sich so sehr eingebrannt hat, dass alles Weitere unwichtig wurde. In dieser Szene saß ich hinter Steinmauern. Ich sollte auf Daenerys Acht geben, sich unterstützen, doch wir hatten es nicht geschafft und wurden gefangen genommen. Ihre zarte weiße Haut und ihre Anmut war ein gefundens Fressen für die Meute. Wahrscheinlich würden sie in ihrem Leben nie noch einmal ein so reines, schönes Wesen zu Gesicht bekommen. Sie wollten sie besitzen, sie ihrer Schönheit berauben und das taten sie auch. Ich hörte sie schreien: „Ich kann nicht mehr!“ und sie schrie um Hilfe, als eine Horde gewöhnlicher armer Kerle in zerschlissener, brauner Kleidung über sie herfiel. Einer nach dem anderen, jeder durfte mal ran und dieses zarte Wesen, diese Reinheit zerstören, ihr unermessliche Schmerzen zufügen. Ich weinte, denn ich konnte ihr hinter diesen Mauern nicht helfen, ich war selbst gefangen und kam nicht fort. Die Szene schwenkte nach oben, sodass ich von oben sehen konnte, was sie ihr antaten. Ihre dreckige Kleidung, ihre fauligen Zähne, ihr verfilztes Haar und die Gier, der Speichel, der ihnen über die Lippen floss und die gehässige Genugtuung, nachdem sie sich an und in ihr befriedigt hatten… diese Bestien!

Mehr konnte mein unterbewusstsein wohl nicht ertragen, weshalb ich jetzt wach bin. Die Hilflosigkeit in dieser Situation lähmt mich und ich schuf direkt eine Verbindung zu meinem letzten Traum, der mir noch immer im Gedächtnis hängt. Wohl weil ich ihn auch nicht aufgeschrieben hatte. Ein Traum, nachdem ich tatsächlich sogar weinen musste, letzte Woche.

Meine kleiner Bruder, meine Mum und ich saßen im Auto. Sie war wie immer die Fahrerin und wir waren unterwegs in Argentinien. Warum auch immer Argentinien, wir machten wohl dort Urlaub. Sie war wieder etwas in Eile, sowieso wird sie manchmal sehr hektisch hinter dem Steuer, aber eigentlich waren wir alle sehr gut gelaunt und freuten uns. Wir bogen schnell um eine Ecke, zu schnell, denn dort war die Straße überflutet. Das Hochwasser! Die Straße fiel wohl tief ab, war eine Unterführung einer Brücke und gänzlich vollgelaufen. Der Wagen sackte sofort nach vorne ab und rückwärts kam sie nicht mehr heraus. Das Heck ragte noch aus dem Wasser, war also noch nicht weit genug umschlossen. Mein Bruder und ich konnten uns also befreien. Ich stief meine Tür auf, nahm meinen Rücksack, landete aber komplett im Wasser. !Verdammt, ich muss sofort Hilfe holen!“, schoss es mir durch den Kopf, während ich selbst versuchte aus dem Wasser zu gehen. Jeder Schritt war mühsam in der eiskalten Brühe und ein grauer Himmel beleuchtete uns von oben. Sowieso war alles Grau. Mein Handy!! Es funktionierte nicht mehr, voll mit Wasser gesogen und keine Menschenseele am Ufer, die helfen könnte. Ich kam mir vor wie in einem Film, die letzte Überlebende und niemand dort, der wartet. Als ich wieder Boden unter meinen Füßen hatte, schoss es mir wie ein Blitz durch den Kopf, dass ich selbst helfen kann! Ich schmiss meinen nassen Rucksack auf den Boden und sprang zurück ins Wasser, aber es war zu spät. Mein Bruder hatte schon versucht sie zu befreien, vergeblich. Das Auto war nun komplett unter Wasser, Mama allerdings schon bewusstlos. Vielleicht ein Asthmaanfall von der Panik, der ihre Lungen zu schnell mit Wasser gefüllt hatte… Sie war tot. Ich hatte sie nicht retten können…

Einen Tag darauf fand ich mich in einer Klinik wieder. Alles war in Watte gepackt und zog an mir vorüber. Ganz automatisiert führte ich aus, was man mir auftrug, unterhielt mich über das, was Leute mir erzählten. Ich stand immer noch unter Schock, konnte mit niemandem sprechen, weil niemand hörte zu. Wenn man ein bisschen bastelt und unter Leute geht, wird bestimmt alles wieder gut, nahmen sie alle an. Ablenkung sei das Beste. Was ein Blödsinn!! Ich erwähnte beiläufig, was passiert war und die Leute nahmen so eine sehr komische Art von Rücksich an. „Ach ihre mama ist gestorben, deshalb weint sie. Lass sie mal in Ruhe.“ Dabei hätte ich mir nichts mehr gewünscht als meiner Trauer rauszulassen, zu teilen, ein Ohr zu haben. Als ich endlich eins gefunden hatte, brach es aus mir heraus. Ich schrie und weinte ohne Unterlasse und eine Therapeutin beruhigte mich. Gerade, als ich davon erzählt hatte, kam meine Mutter um die Ecke gebogen. „Hier bin ich doch. Ist doch alles in Ordnung.“ Mir blieb das Hrz stehen, das konnte ja gar nicht sein! Ich hatte doch gesehen, wie sie gestorben ist! Oder wurde sie doch noch gerettet? Mir fehlte die Erinnerung an den restlichen Tag, nur diese Horrorszenen begeliteten mich repetativ im Kopf. Sie lächelte mich an und sagte mir unter  Augen, dass sie ihren Tod nur vorgetäuscht hatte, weil sie endlich mal frei sein wollte und etwas alleine machen wollte. Trampolinspringen auf dem Gasometer. In dem Moment als sie davon erzählte, sah ich bildlich vor mir, was sie dort tat. Tatsächlich war auf dem Dach des Gasometers komplett ein Trampolin gespannt mit ein paar instabilen Sportmatten als Wänden und viel zu vielen Lücken. Ich sah sie springen und sie freute sich, doch dann sah ich, wie die Leute, die zu hoch sprangen oder daneben, einfach vom Turm in die Tiefe stürzten. Ich wollte sie davon abhalten in den Tod zu springen, aber verlor sie aus den Augen. Nirgends sah ich sie mehr, nur noch die Leute, die herunterstürzten. Sie war ebenfalls heruntergestürzt… Wieder tot, nun entgültig und wieder konnte ich nichts unternehmen, nicht helfen, weil ich gar nicht erst beteiligt war, nur ein Beobachter.

Den Traum hatte ich vor unserem Streit letzte Woche. Sie hatte mich danach noch beruhigt, dass alles okay wäre und es ihr gut ging, weil ich mir furchtbare Sorgen gemacht hatte, dass ihr vielelicht etwas zugestießen ist. Umso schlimmer, dass wir uns ein paar Tage darauf so gestritten hatten, weil die Angst mich eingeholt hatte. Mit den Bildern zusammen im Kopf ergab das einen sehr grausamen Brei an Verantwortungsgefühl und Hilflosigkeit vor Starre. Ein Gefühl, dass sich scheinbar bis jetzt weiter durchzieht, sonst hätte ich diesen Traum von Daenerys gerade nicht gehabt.

Ein Körper, der mir auf den Keks geht

Ein Körper, der mir auf den Keks geht

Bin zwar gerade erst wach geworden, aber es ist doch direkt wieder Zeit ein bisschen Mimimi loszuwerden. Ein Mimimi, dass mich im Alltag schon immer behindert hat: Mein Körper

Die Nächte werden wieder wechselhafter. Ich kann mir nicht erklären, ob es wieder mit den Tabletten zusammenhängt, ob das vorher so war oder ob ich einfach wieder was Neues habe, aber mir fehlt der Schlaf. Gerade schlafe ich immer mal wieder so 2-4 Stunden zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Das nervt mich furchtbar! Wie gerne würde ich mich einfach abends ins Bett legen, die Nacht durchschlafen und morgens erholt wach werden? Zeit zum ausschlafen hätte ich genug und doch treibt mich etwas innerlich, beschert mir furchtbares Herzrasen. Mir ist nicht ganz klar, ob ich von dem Herzrasen wach werde oder umgekehrt. Dazu kommt jetzt seit 2 Wochen auch immer die Übelkeit. Mir ist morgens schlecht, als sei ich schwanger und mein Bauch schmerzt fürchterlich. Ich kenne das schon lange Jahre, dass ich morgens Bauchweh habe, hatte es mal auf die Laktoseintoleranz zurückgeführt, aber irgendwie kann das nicht sein, weil durch die Depri-Tabletten letztens war zumindest dieses Symptom verschwunden. Jetzt ist es wieder da… Jeden Morgen Übelkeit, Herzrasen, Bauchschmerzen, Zittern und das Gefühl alles Andere als ausgeruht zu sein. Das schlägt auf die Stimmung… Dazu kommen noch andere Kleinigkeiten, wie beispielsweise ein sehr ätzender Juckreiz am ganzen Körper und die Schwangerschaftsstreifen am Bauch, die sich immer mehr bilden, dazu die furchtbare Nervosität, die mich nicht zur Ruhe kommen lässt und meinen Körper durchschüttelt, die Verspannungen in Rücken und Nacken… Alles zickt, alles nervt…

Dabei ist meine Grundstimmung eigentlich besser geworden. Meine ich zumindest. Ich ignoriere mal die letzte Woche, die für mich eine reine Katastrophe psychischer Natur war. Gestern fühlte ich mich nämlich sehr gut und motiviert, habe etwas gearbeitet und weiter Kisten ausgeräumt, zocke auch häufiger mit meinem Freund im Wohnzimmer und freue mich über eine neue Lieferung Mangas. Ich habe das Gefühl mit meinem Kopf ein Stück weiter zu kommen, auch wenn es mir schwer fällt mich zu konzentrieren. Nur werde ich das Gefühl nicht los, dass mein Körper mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen will, mich immer wieder zurück ins Bett zwingt, mich dazu zwingt im Haus zu bleiben, selbst wenn der Entschluss gefasst ist vor die Tür gehen zu wollen. Der Körper ist mein größter Feind, ich fühle mich ihm nicht zugehörig und er will mir etwas, er hindert mich an alldem, was ich mir wünsche… Ein Käfig! Immer ist irgendetwas, immer muss ich mich um jeden Mist kümmern… Als würde ich ´nen 28 Jahre alten Rechner versuchen zu bedienen. Die Software ist einfach nicht kompatibel. Körpergefühl und Angst verstärken sich dabei gegenseitig. Immer wieder denke ich darüber nach, was mir tatsächlich Angst macht, damit ich es bekämpfen kann und immer wieder kommt mein Körper ins Spiel. Das Ding gibt einfach seinen Geist auf und ich kann mich dagegen nicht wehren und die Leute schauen weg und helfen nicht, realisieren gar nicht, dass ich Hilfe bräuchte oder steigen vielleicht auch einfach über mich drüber, wie bei dem sterbenden Mann hier in der Sparkasse letztens… Ich weiß, dass die Leute so sind. Auf offener Straße hilft niemand, Zivilcourage ist reines Glück in einer Welt aus engstirnigen Egomanen. Wenn ich daran denke, dass mir die Fahrten mit der Straßenbahn, grundsätzlich mit dem ÖPNV Angst machen, denke ich ebenfalls daran, dass mir dort im Notfall niemand helfen könnte. Im dichten Gedränge stehen und ´nen Herzinfarkt bekommen, dafür vielleicht sogar noch angepflaumt und zurückgedrängt werden, weil jemand unbedingt aussteigen muss… Ich habe Angst davor selbst nicht rauszukommen. Draußen ist es zwar auch alles schwierig und mit Angst beladen, aber die Hilflosigkeit auf engstem Raum ist damit vermeidbar. Ich muss mich dann nicht um die anderen Menschen und deren Sorgen kümmern, ihnen helfen, obwohl ich Hilfe brauche. Immer denke ich, ich kollabiere… Mein Körper wird sich weigern, klappt unkontrolliert zusammen und immer wieder die Hilflosigkeit der anderen Menschen, das fehlende Vertrauen in sie und in mich selbst. Auch die Angst, dass Schwäche zu einem Vorwurf wird begleitet mich in vielen Situationen. Ich muss mich sehr häufig übergeben, wenn ich huste, also versuche ich jeden Hustenreiz in der Öffentlichkeit zu unterdrücken. Ich denke das war der Auslöser für die Panikattacke im Restaurant letzlich… Ich dachte ich würde ersticken, weil ich mich verschluckt hatte und husten musste, traute mich aber nicht zu husten aus Angst ich müsse mich übergeben und würde dafür dann Ärger bekommen.

Während ich die Zeilen so runterschreibe, sehe ich einen Zusammenhang, der mir vorher nicht aufgefallen ist. Zufällig habe ich im letzten Beitrag geschildert, dass ich auch früher immer für Schwäche abgestraft wurde. Kann sein, dass das mit reinspielt. Aber ich frage mich, wieso auf einmal, wieso das gesamte Jahr über, wieso nicht früher schon? Ich war immer schon sehr ängstlich und Panikattacken hatte ich zuvor auch schon immer wieder mal, allerdings nicht so heftig und hoch frequentiert. Früher war eher das Problem der Autoaggression, Destruktion und Dissoziation im Vordergrund. Wobei Letzteres sich in großen Anfällen geäußert hatte und nicht wie heute ein Begleiter im Alltag ist. Ein Stück weit fühlt es sich so an, als würde ich wirklich mein Leben noch einmal komplett nachfühlen und durchleben, nur mit der Option darüber reflektieren zu können und nicht einfach nur ausgeliefert zu sein. Vielleicht gehört das alles zum Heilungsprozess, quasi als müsste es einfach einmal richtig knallen, damit ich danach wieder richtig klar komme. Jeder Tag ein Kampf… Ich will wissen, wo die Ängste herkommen, damit ich sie bekämpfen kann und ich komme eben immer wieder zu dem Schluss, dass es mir einfach an Vertrauen mangelt, dass ich Vertrauen vielleicht überhaupt mal lernen muss. Schwierig, wenn es immer wieder gebrochen wird und immer wieder nur das Misstrauen bestätigt wird. Lange habe ich versucht mit purer Offenheit einfach alles zu entkräften, zu kompensieren. Wenn man offen und herzlich auf Menschen zugeht, vertrauen sie einem mehr und man kann umgekehrt auch Vertrauen einfordern. Nur irgendwie geht diese Rechnung nicht auf. Ich vermute einfach immer noch in jedem ein Monster und das ist auch einfach gar nicht so weit hergeholt. Jeder hat diese dunkle Seite, nur unterschiedlich ausgeprägt, jeder ist irgendwo ein Tier… Mich eingeschlossen, auch wenn ich versuche mein Menschsein oft zu verleugnen.

Am Ende stellt sich mir die Frage, ob ich lernen kann zu vertrauen auf mich selbst und nicht auf Andere, weil dann müsste ich mich nicht verlassen auf jemanden in der Not. Nur wie bekommt man einen Körper dazu zu gehorchen, zu funktionieren? Oder vielleicht noch essenzieller: Wie lerne ich meinen Körper zu akzeptieren, sodass ich keine Angst mehr haben muss zu versagen, die Kontrolle zu verlieren, zu kollabieren? Spannenderweise hat Alkohol genau den Einfluss auf mich. Ein stärkeres Selbstvertrauen und eine „Scheiß egal“-Haltung. Vielleicht mitunter auch ein Grund, warum ich in jungen Jahren so viel getrunken habe, mal unabhängig von den exzessiven Abschüssen, die zur Destruktion und Betäubung dienten. Ich würde nicht sagen, ich hätte ein Alkoholproblem gehabt, auch kein Drogenproblem, ich hatte einfach immer nur ein Problem mit mir selbst. Jetzt, wo ich quasi abstinent lebe, weil ich die Wechselwirkungen nicht einschätzen kann und weiß, dass ich schneller psychisch eskaliere, wenn es mir schlecht geht und ich was drauf kippe, wird mir immer mehr bewusst, wie sinnlos ich eigentlich gelebt habe. Für den Moment und ohne Rücksicht auf Verluste. Eigentlich ein Prinzip, dass mir sehr gefällt, aber mich langfristig auch nicht glücklich macht. Was tut man in einer Kneipe außer saufen? Was macht man draußen eigentlich? Mir erschließt sich das gesamte Konzept vom Leben nicht mehr richtig. Also klar, ich will leben und glücklich sein, aber bisher muss ich wohl einiges falsch angepackt haben. Auf der anderen Seite will ich mich selbst auch nicht langweilig finden, wenn ich auf dem Sofa hocke und ein Buch lese. Das ist so unspektakulär, so fern von Drama… Vielleicht brauche ich auch einfach nur Dramen im Leben, damit ich mich nicht auf mich selbst konzentrieren muss und feststellen muss, dass ich eigentlich ein ganz andere Mensch bin als der, der bisher in meinem Körper gewohnt hat. Ein stilles Mäusschen, dass konform gebogen wurde, dass funktioniert, genügsam und fügsam ist, keine Rebellin… Allein der Gedanke stößt mir sehr übel auf. Ruhe, Gelassenheit, Zufriedenheit… ist spießig, langweilig und kleinbürgerlich und kleinbürgerliche Menschen sind engstirnig, angepasst, vorurteilsbehaftet und scheiße! So viel zu meinen persönlichen Vorurteilen. So habe ich Menschen kennengelernt, die „normal“ sind und weshalb ich neben meinem tatsächlichen Irrsinn auch nie „normal“ sein wollte. Ich weiß natürlich, dass nicht alle so sind und habe mich auch oft schon vom Gegenteil überzeugen können, nur der Grundgedanke bleibt: Spießer sind Scheiße, also will ich nicht spießig sein! Vielleicht bin ich das aber nun, weil die Vernunft eingekehrt ist, weil ich erwachsen geworden bin, weil ich irgendwo alles hinter mir gelassen habe. Immerhin bin ich noch ein bunter Spießer, weil verleugnen kann man schließlich nicht, dass man einen an der Waffel hat und zu Selbstinszenierung tendiert in Form von einem grellen Erscheinungsbild, immer Symbol innerer Konflikte und Sehnsüchte.

Jetzt gleich bekomme ich Besuch, werde mir was anziehen und mich waschen, weil das macht man so. Zum Kundengespräch rausfahren werde ich nicht, zum einen geht es mehr um IT und zum Anderen fühle ich mich einfach zu schwach. Ich könnte mich motivieren, wenn es eingefordert wird, was auch noch einmal eine interessante Tatsache ist, wobei der Druck ja mittlerweile auch Attacken auslöst. Mein Körper will im Bett bleiben, mein Geist die Welt erkunden und da beides nicht geht, stürzen beide System ineinander und verkeilen sich in einem psychotischen, schmerzhaften Brei aus Mimimi. Ich kann mich selbst nicht mehr Ernst nehmen… konnte ich glaube ich auch nie.

Familienstreit

Familienstreit
Gestern war ich mit meiner Mama beim Japaner. Es hat mich viel Überwindung gekostet raus zu gehen und mich darauf einzulassen. Der eingeklemmte Nerv und die Übelkeit, die ich seltsamerweise jetzt wieder vermehrt habe seit einer Woche, waren auch nicht besonders förderlich. Alles in Allem ist es aber gut gegangen. Wir hatten einen sehr schönen Nachmittag zusammen und haben uns kugelrund gefuttert durch die ganze Karte, viel gelacht und alles war wirklich perfekt! Schwierigen Themen ist sie allerdings ausgewichen und was mich stutzig machte war ihre Reaktion auf eine meiner nun offiziellen Diagnosen. Mitunter eine schwere depressive Episode. Sie sagte mir nur, das hätte sie vor ein paar Tagen auch gehabt und hat sich da aber wieder rausgeholt. Kein Verständnis für Schwäche, keine Notiz dazu, dass es mir wirklich immer noch sehr schlecht geht und ich mich zu sehr vielen Dingen zwingen muss, erst Recht, wenn ich Angst habe…Ich bin das Ganze übergangen, so wie sie auch. Vielleicht war das schon der Fehler, wobei genau durch das Ignorieren ja der Tag schön wurde. Hätte ich ihr gesagt, dass es mir vorkommt wie ein Vorwurf, wenn sie betont, dass sie da besser mit umgehen kann als ich, wäre alles anders ausgegangen. Dass sie mich nicht Ernst nimmt ist mir nicht unbekannt…
Auf dem Plan für heute stand jetzt die Fahrt nach Amsterdam, auf die ich mich wahnsinnig gefreut hatte. Natürlich waren vorher auch sehr viele Ängste da und ich wurde mir zusehends unsicher, weil ich eben auch weiß, dass meine Eltern noch nie vernünftig mit mir umgehen konnten, wenn ich Hilfe brauchte. Immer wurde alles abgewunken oder ich wurde richtig angeschnauzt und fertig gemacht, selbst mit einer Blinddarmentzündung, die am selben Tag noch notfallmäßig im KH oberiert wurde. Wenn ich erkältet war, hieß es ich würde nur so tun und so spielen… Am Ende habe ich meine Körperreaktionen selbst nicht mehr für voll genommen und bin mal mit ´ner sehr weit fortgeschrittenen Blasenentzündung in der Schule umgekippt. Die Lehrer haben es natürlich auch nicht Ernst genommen und waren der Meinung ich würde simulieren. Der Arzt sagte was Anderes… Heute führt dieses erlernte Verhalten dazu, dass ich viel zu wenig auf meinen Körper höre, dass ich kaum zu Ärzten gehe, dass ich mir denke: „Ach das geht vorbei.“, bei Dingen, die dringend behandlungsbedürftig wären. Beispielsweise schiebe ich seit 4 Jahren eine OP für meinen Nabelbruch vor mich her, der sich immer weiter ausbreitet. Aber wozu behandeln lassen? Ist ja noch kein Notfall…

Die Nacht konnte ich nicht schlafen. Ich hab mich hin und her gewälzt, musste viel husten, weil die Erkältung noch immer da ist, aber eben nicht mehr ganz so schlimm. Als der Wecker klingelte war ich schon wieder wach vor Herzrasen. Mir wurde so schlecht, dass ich mich fast übergab, würgte in einer Tour, zitterte am ganzen Leib und war einfach nur starr. Der Gedanke an die Fahrt, nicht aus dem Bus oder den Bahnen herauszukommen, das Hotel, dass so weit weg von der Stadt entfernt ist, das fehlende Vertrauen auf Hilfe und Rücksicht seitens meiner Eltern, die vielen Menschen in der bunten, lauten Stadt, das ganze Gewusel und die Hektik… das lähmte mich. Mir wurde bewusst, dass ich mich nicht überwinden kann und mir liefen schon die ersten Tränen. Vielleicht könnte Mama mich beruhigen, wenn ich ihr sage was los ist, also rief ich an… Nichts. Kein Wort der Wärme oder des Verständnisses, keine Beschwichtigung oder Beruhigung. Stattdessen brüllte sie in einer Tour ins Telefon, sie würde dann wegen mir alles absagen und drückte meinem Stiefvater das Handy in die Hand, der auch nur ruppig meinte, ich hätte ja meine Mutter gehört. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen… Mein kleiner Bruder, um den es eigentlich die ganze Zeit ging, weil wir seinen Geburtstag dort feiern wollten, war der einzige, der in der Situation die richtigen Worte fand und wirklich Verständnis aufbringen konnte. Mutter wüsste doch die ganze Zeit schon, dass es sein kann, dass ich nicht mitkomme, wenn die Panik zuschlüge… Ich habe meinen kleinen Bruder sehr lieb für solche Aussagen. Er ist echt der einzige im Bunde, der wirklich empathisch ist und nicht bei jedem Bisschen eskaliert, eine grundtiefe Ruhe mitbringt und dem ich wirklich vertraue. Umso schlimmer mache ich mir natürlich Vorwürfe, dass ich jetzt nicht mitgekommen bin. Aber vielleicht mache ich auch einfach lieber alleine mit ihm etwas. Nachdem die erste Telefonrunde zu Ende war und ich nur nach nach Luft schnappte, heulte und weiter würgte klingelte mein Festnetztelefon. Oma rief mich an und brüllte mir zuerst auch die Vorwürfe in den Hörer, die Mama ihr wohl gerade gesteckt hatte. Ich hätte ja „keinen Bock“ und wieso das so lange dauert, dass ich wieder zu Recht komme, alles mit diesem „Reiß dich mal zusammen“-Ton. Zum Glück konnte ich ihr vermitteln, dass ich Vorwürfe gerade nicht vertragen kann und dass es nicht einfach nur „kein Bock“, sondern schlicht und einfach Angst ist. Etwas, dass sie selbst sehr gut kennt und deshalb auch die richtigen Schlüsse zog. Ich bin sehr froh, dass sie in dem Moment die Kurve bekommen hat und auch Verständnis zeigen konnte, das klappte in Vergangenheit auch eher selten, wurde aber vor Allem in diesem und letzten Jahr deutlich besser. Nach diesem ganzen Theater war ich nervlich wirklich fertig und weinte 2 Stunden durch in einer Tour, entschuldigte mich bei allen für etwas, was ich nichtmal beeinflussen kann. Sagt mal jemand meiner Hirnchemie sie soll wieder in geordneten Bahnen verlaufen? Ich gehe Schritte, immer weiter einen vor den nächsten, aber ich kann nicht von einen auf den anderen Tag wieder plötzlich funktionieren und mit Allem klar kommen. Vielleicht mit ein paar warmen Worten, damit wäre ein Pflaster auf die Wunde gelegt worden, aber die Wunde nochmal zusätzlich weit aufreißen? Ich versteh meine Mutter in dem Punkt einfach nicht. Vielleicht macht sie sich selbst so große Vorwürfe, wenn ich Schwäche zeige? Vielleicht ist es eigene Hilflosigkeit? Aber ich kann ihr doch nicht helfen, wenn ich Hilfe bräuchte… Wärme, es fehlt eindeutig Wärme. Kein Geld der Welt, keine kleine oder große Aufmerksamkeit materieller Natur kann das einfach kompensieren. Mir ist furchtbar egal, ob ich jeden Tag hätte 100 Euro ausgeben können, das bedeutet mir nichts. Die Geste, ja, die bedeutet mir etwas, weil sie zumindest der Versuch von Zuneigung ist, tatsächlich geht es aber niemals um mich. Ging es noch nie… Sie hat tausende Bücher im Regal und liest nicht ein Wort, dass ich schreibe. Mir ist heute wieder klar geworden, warum ich mit 16 entgültig von zu Hause abgehauen bin, mit 10 ja schon das erste Mal und dann immer wieder, bis ich mich komplett gelöst hatte. Aggressionen und Gewalt und absurde Verbote (kein Fernsehen, kein Telefon, abgeschlossene Küche, einsperren im Zimmer und Strom abstellen etc. die Liste ist lang) und eben dieses tiefe Gefühl, dass ich wirklich rein gar nichts bedeute, dass alles Andere wichtiger ist, dass missbrauchende, prügelnde und/oder versoffene Kerle im Bett wichtiger sind als mein Wohl, mein Schutz… Irgendwann habe ich ihr mal Jahre später vor den Kopf geknallt, dass sie für mich als Mutter versagt hat. Sie ist später eine Freundin geworden, aber auch keine sonderlich gute und sie ist und bleibt auch nicht die erste Nummer, die ich anrufe, wenn mir etwas schlimmes passiert. Erst wenn ich schon Hilfe habe, weil dann weiß ich, dass sie damit klar kommt. Nichts desto Trotz, ich habe sie furchtbar gern, es ist mir einfach nur unbegreiflich. Vieles davon.

Hatte Mama gerade auch nochmal am Telefon… Das Hotelzimmer ist schön und sie sind gut angekommen, sagte sie nur. Tatsächlich habe ich noch nie in meinem gesamten Leben mal von ihr gehört, dass ihr irgendetwas Leid tut. Immer entschuldige ich mich, ob ich nun etwas dafür kann oder nicht. Das macht mich immer noch sehr traurig. Vielleicht ist es wirklich besser nicht mitgekommen zu sein… Ist ja im Prinzip auch genau das passiert, wovor ich auf der Reise Angst hatte. Überforderung und Aggression… Gut, dass es vorher eskaliert ist und nicht währenddessen, weil dann hätten wir meinem Brüderchen wohl erst Recht den Tag verhunzt.😦 Ich hoffe trotzdem, dass mein kleiner Bruder einen schönen Aufenthalt in Amsterdam hat und nur das macht, was ihm gefällt. Er kann mit den beiden auch einfach besser umgehen, lebt ja auch noch mit denen zusammen, länger als ich es getan habe.

Beruhigen konnte ich mich nur teilweise. Die Anspannung steckt immer noch in mir und meine Augen sind feucht, nur weinen kann ich nicht mehr. Da herrscht nur noch tiefe Leere. Die vorangegangenen Tage waren ein einziges Horrorszenario, was ich nicht näher beschreiben möchte. Da ist dieser kleine Auszug nur ein winziges Krümelchen… vielleicht kann ich irgendwann mal offen darüber sprechen, vielleicht auch nicht. Manche Dinge behält man doch besser für sich oder teilt sie nur mit ganz Wenigen, damit man irgendwo auch ein Stück weit heile Welt bewahren kann, solange man nicht die Kraft hat Entscheidungen zu treffen. Auch wenn man immer weiter innerlich daran zerbricht… An Silvester werde ich für das kommende Jahr, das kommende Leben eine Entscheidung treffen. Ein Ultimatum ist gesetzt und ich zieh das jetzt durch. Ich will, dass es mir besser geht, ich will die Ängste los werden und nicht noch weiter in den Abgrund rutschen und dazu muss ich Grenzen setzen und Konsequenzen in meinem Umfeld ziehen. Ich muss härter werden, stärker, konsequenter und selbstbewusster. Es geht einfach nicht so weiter, dass mir jeder auf der Nase herum tanzt und mit mir anstellt wonach ihm ist. Wenn mich niemand beschützen kann, dann muss ich endlich lernen mich selbst zu schützen. Das fängt im Kleinen an, wie die Absage heute und das zieht sich auf allen Ebenen durch.
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Ich würde mir übrigens wünschen, dass sich meine Eltern diesen Bericht mal durchlesen. Der trifft 1 zu 1 auf mich zu und schildert das Leben mit der Panik, wenn auch in einer schwächeren Form als bei mir. Ich glaube nur nicht, dass sie es tun werden…